Ist Deine Haut auch ein Sensibelchen?

Jucken, spannen, schuppen oder einfach gerötete Hautpartien – die Rede ist von empfindlicher oder sensibler Haut. Stellt sich die Frage, ab wann kann die Haut eigentlich als sensibel eingestuft werden?

Bei langer Sonneneinstrahlung ist es nicht selten, dass die Haut mit Rötungen oder Schuppen reagiert. Doch ein Sonnenbrand sollte sehr wohl von trockener oder empfindlicher Haut abgegrenzt werden. Verursachen aber schon Stress, synthetische Duftstoffe oder zu scharfes Essen derartige Reaktionen, dann sollte die Haut schonend behandelt werden. Wie dies genau aussehen kann, Antworten gibt es jetzt hier: Ist Deine Haut auch ein Sensibelchen?

Angebote in der Hautpflege – Weniger ist mehr

Heutzutage ist das Angebot an Hautpflege bzw. Kosmetika sehr umfangreich. Immer wieder gibt es kostenlose Proben zum Testen und die Werbung suggeriert nur zu oft, dass man die beworbenen Produkte braucht.

Das Resultat ist nicht selten eine Überpflegung der Haut, auch bekannt als die sogenannte Stewardessen-Krankheit oder periorale Dermatitis. Diese entsteht durch einen übermäßigen Einsatz von verschiedensten Pflegeprodukten oder Make-Up. Charakteristisch hierfür sind Symptome, wie u.a. Knötchen oder Pusteln. Diese sind zwar harmlos, brennen oder jucken aber, sehr unangenehm bei Betroffenen, und bilden begleitend oftmals Hautrötungen.

Grundsätzlich wird bei Hauterkrankungen dieser Art immer eine Kombination von Psyche, Umweltfaktoren, genetischer Veranlagung und dem Hautmikrobiom verantwortlich gemacht. Die Ursache liegt in den unzähligen Mikroorganismen, welche bekannterweise unsere Haut besiedeln. Dazu gehören u.a. Bakterien, Milben oder Hefepilze. Sie bilden den Schutzmantel der Haut, zum Schutz vor äußeren, nicht positiven Einflüssen. Ist diese Balance gestört, wie z.B. durch Kosmetika, können schädliche Bakterien oder Keime eindringen. 

Das Problem: Sehr sensible Haut

Und dann gibt es noch Betroffene, bei denen sich keine Ursache feststellen lässt, sie haben einfach eine sehr sensible Haut. Auch in diesem Fall ist es so wichtig, den Grund für die Sensibilität zu kennen. Am einfachsten lässt sich dies mit einem vorsichtigen Austesten umsetzen. Ein genauer Blick auf das Pflegeritual und verwendeter Inhaltsstoffe kann hier die Lösung herbeiführen.

Schon eine allergische Reaktion auf Inhaltsstoffe kann hier der Grund sein. Dies kann am besten über einen Test bei einem Dermatologen herausgefunden werden. So können zukünftig verursachende Inhaltsstoffe ganz einfach vermieden werden.

Oder Betroffene sind einfach extrem sensibel, so reagiert die Haut schneller als bei anderen auf äußere Einflüsse. In diesem fall sind es die wenig reizenden Inhaltsstoffe und der Tipp: weniger ist mehr, was Abhilfe schaffen kann.

In jedem Fall ist es ein Prozess des Testen und Ausprobieren. Für Betroffene nicht immer einfach, aber die Haut dankt es schlussendlich.

Tipps für Haut-Sensibelchen

Ganz entscheidend ist es immer die natürliche Schutzbarriere zu bewahren bzw. wieder herzustellen und die Haut regenerieren zu lassen. Bedeutet also das Problem direkt zu erkennen und die Ursachen zu beheben.

Hierbei sollte immer ein Experte hinzugezogen werden, um die richtige Behandlung definieren zu können. Denn oftmals gibt es hierbei auch Verwechslungsmöglichkeiten mit Rosazea, Neurodermitis oder Akne.

Von einem kurzfristigen Unterdrücken bzw. Verschieben der Symptome mit cortisonhaltigen Cremes raten viele Experten ab. Vielmehr gilt hier weniger ist mehr: Die Pflegeroutine also so gering wie möglich zu halten und auf Produkte mit Parfüm, synthetischen Ölen, Mineralölen, Konservierungsmitteln, Silikonen oder Farbstoffen zu verzichten. Zudem kommt es auf die richtige Pflege an, mit z.B. beruhigenden Inhaltsstoffen wie Panthenol, Aloe Vera oder Hamamelis. Eine empfindliche Haut ist oftmals auch eine trockene Haut, hierbei sollte darauf geachtet werden, die Haut so wenig wie möglich zu strapazieren, d.h. eine Gesichtsreinigung mit einem der Haut ähnlichen pH-Wert zu verwenden und auf feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Jojobaöl, Kokosöl oder Sheabutter zu achten.

Aber auch eine fettige Haut kann betroffen sein, hierbei ist es wichtig eine ausreichende Feuchtigkeitszufuhr zu schaffen, den öligen Anteil aber entsprechend gering zu halten, wie beispielsweise mit dem skinicer Repair Serum. Der Dermatologe Professor Dr. Kristian Reich empfiehlt ebenfalls hierzu: „Einen aus einer Mikroalge gewonnenen Extrakt mit erstaunlichen antibakteriellen Hemmeffekten sowie zellregenerativen Eigenschaften.“

Gibt es Fragen hierzu? Schreiben Sie uns gern eine Email an: info@ocean-pharma.de und wer noch weitere interessante Tipps nachlesen möchte, findet dies in unseren Experten-Tipps.

Bildquelle: YAKOBCHUK VIACHESLAV/shutterstock.com

Experten-Tipp entstand in Zusammenarbeit mit:

Prof. Dr. med. Kristian Reich
Dermatologe - Hamburg

Prof.Dr.med. Kristian Reich ist studierter Germanist, Philosoph und Humanmediziner. Sein Studium absolvierte er in Freiburg und München. Im Anschluss folgte die klinische und immunologische Ausbildung an den Universitätskliniken in München, Bern, London, Tübingen und Göttingen sowie bei Auslandsaufenthalten in Los Angeles und Boston.

In der Folge promovierte er in München, absolvierte seine Facharztprüfung in Göttingen und habilitierte auf dem Gebiet der Immundermatologie. Seine Forschung und Lehre fokussierten sich insbesondere auf die Bereich Immunologie, Allergologie und Onkologie. Im Jahr 2003 erhielt Prof. Reich für seine Forschung den Herbert-Herxheimer-Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Immunologie und Allergologie.

Prof. Reich leitet zudem die Translationale Forschung bei entzündlichen Hauterkrankungen am Institut für Versorgungsforschung in Dermatologie und Pflege des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf tätig.

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