Der 3.Artikel unserer Blogserie geht „unter die Haut“. Wir haben über die verschiedenen Bedürfnisse unserer Haut im Alter geschrieben und warum eine Hautpflege überhaupt wichtig ist, abschließend gehen wir dem Thema nochmals genau „auf den Grund“. Wie funktioniert unsere Haut eigentlich genau und welche Prozesse finden dort, oftmals im Verborgenen, statt.

Unsere Haut ist wohl das funktionell vielseitigste Organ, was wir Menschen haben:

  • sie umhüllt uns und grenzt uns so zur Außenwelt ab
  • sie schützt uns vor äußeren Einflüssen und reguliert unseren Wärmehaushalt
  • sie ist an unserem Stoffwechsel beteiligt
  • zudem das größte Sinnesorgan
  • und sehr oft auch ein „Spiegel“ unseres Gemütszustands

Der Aufbau ist dabei wirklich spannend: ca. 2m2 Haut umgeben unseren Körper (etwas variierend je nach Körpergröße) - bei einem Gewicht von ca. 3,5 - 10kg:

  • an oberster „Front“ befindet sich die Epidermis (die Oberhaut), sie ist mehrschichtig verhornt und bis zu 0,05mm dick, mit Ausnahme der Hautbereiche an Fußsohlen und Handinnenflächen
  • hieran schließt sich die sogenannte Dermis oder Lederhaut an, sie verbindet und versorgt die obere Hautschicht über ein feines Blutgefäßsystem. Talg- und Schweißdrüsen sind hier ebenfalls; im unteren Hautbereich
  • darunter liegt die Subcutis bzw. Unterhaut, hier befinden sich die größeren Blutgefäße, Nerven- und Bindegewebsstränge
  • den Abschluss bildet die sogenannte Faszie, bestehend aus sehr festen Fasern, den Kollagenfasern
  • natürlich gehören zur Haut auch Haare, Wurzeln, Drüsen, Fuß- und Fingernägel, diese werden Hautanhangsgebilde genannt

Jede Schicht hat seine Funktion und Struktur, doch perfekt wird es erst durch ein gesamtheitliches Zusammenspiel. In der Epidermis finden zahlreiche Prozesse statt, so wird dort das Keratin gebildet, welches die Haut straff und fest erscheinen lässt. Innerhalb der Epidermis findet zudem fortlaufend (alle 28 Tage) eine Zellneubildung statt, die neuen Zellen schieben verhornte/ältere Zellen nach oben, wo sie abgestoßen werden. Zudem hier auch Melanin gebildet, welches die UV-Strahlung vor dem Eindringen in die tieferen Hautschichten abhält. Damit zeigt sich wiederum, wie wichtig es ist unsere Haut zu schützen und ihre natürlichen Schutzfunktionen zu erhalten und noch vielmehr, sie optimal zu unterstützen.

Die Haut hat gemäß medizininfo.de natürlich einen pH-Wert von 5,7 und ist deshalb leicht sauer. Durch diesen Säureschutzmantel wirkt die Haut aktiv gegen das Eindringen fremder Keime. Entstehen auf der Haut Trockenheitsrisse oder Verletzungen, können hierüber, je nach Tiefe, fremde Substanzen, Strahlungen, Viren oder Bakterien in die Hautschichten eindringen. Andersherum treten über die Haut natürlich auch Stoffe heraus, so z.B. beim Schwitzen, dabei werden Mineralstoffe über die Haut abgeben. Ziel ist es immer, das Milieu und die „gesunden“ Funktion der Haut bzw. des Organismus aufrecht zu halten. Entsteht hier ein Ungleichgewicht, sind auch hier die Hautpartien involviert und aus diesem Grunde ist es so wichtig, den Feuchtigkeitshaushalt der äußeren und inneren Schichten aufrecht zu erhalten, den pH-Wert der Haut nicht zu stören und den Körper ausreichend mit Mineralstoffen und Vitaminen zu versorgen, so dass unsere Haut seine Funktionen optimal ausführen kann.

Weitere Details hierzu in unserem Blogartikel unserer Gast-Autorin, Schauspielerin und Ernährungsexpertin Claudelle Deckert. Bei Fragen an unsere Experten stehen wir gern unter info@ocean-pharma.de zur Verfügung.

 

(Bildquelle: fotolia.de)